Grünstadter Sternstunden 2012 - 11. Konzert

Remus Azoitei, Violine, und Eduard Stan, Klavier 

Der Londoner Violin-Virtuose mit dem warmen Ton kommt mit seinem Duo-Partner erneut nach Grünstadt in die Friedenskirche.

"Große Musiker in kleiner Halle" und "Die beiden Künstler haben die große Gabe, tiefenpsychologische Schichten und biographische Kontexte jeweiliger Musikstücken hörbar zu machen." schrieb Gerd Kowa in der Rheinpfalz nach dem letztjährigen Konzert über das Duo. 2012 spielen sie für uns Werke von Brahms, Schubert, Enescu und Debussy.

 

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Das langjährig bestehende Duo, Remus Azoitei, Violine, und Eduard Stan, Klavier, nahm das Gesamt­werk des „rumänischen Mozart“, George Enescu, auf, dem sie zu angemessener Wür­di­gung verhelfen mö­chten. Ihre CD gilt als Referenz­auf­nahme für die­se Mu­sik. Unter dem Motto „Brahms–Enes­cu“ spiel­ten sie im Herbst 2009 in den wich­tigsten Musikzentren: Carnegie Hall (WRH) New York, Konzerthaus Berlin, Salle Cortot Paris, Konzerthaus Wien, Palais des Beaux Arts Brüssel, Concert­gebouw Amster­dam, Auditorio Nacional Madrid, Rudolfinum Prag, Konserthuset Stockholm, National Con­cert Hall Dublin, Laeiszhalle Hamburg, Gasteig München, Königliche Bibliothek Kopenhagen, u.a..

Das Programm:

Johannes Brahms / Violinsonate G-Dur op. 78 (Regenlied-Sonate)

Franz Schubert / Rondo h-Moll D 895

George Enescu / 2. Violinsonate f-Moll op. 6

Claude Debussy / Violinsonate (zum 150. Debussy-Geburtstag 2012)

Remus Azoitei - Violine

Der aus Rumänien stammende Geiger Remus Azoitei, „ein Virtuose par excellence, mit beseeltem Spiel und begnadeter Technik ausgestattet“ (The Strad), absolvierte 2001 seinen Abschluss an der Juilliard School in New York und personifiziert eine gelungene Mischung östlicher und westlicher Violintradition. Die Februarausgabe 2009 der Zeit­schrift „Gramophone“ preist den „so packend wie kultivierten Musizierstil von Remus Azoitei, ...einem unverwechselbaren Musiker, der in ganz besonderer Weise Tem­pe­ra­ment, Meisterschaft des musikalischen Idioms und Eleganz der Ausführung kombiniert.“

Zu Remus Azoiteis Lehrern zählen Itzhak Perlman, Dorothy DeLay und Masao Kawa­saki an der Juilliard School in New York, wo er als Vollstipendiat sein Masters Degree ab­sol­vierte. Ebenso wurde er von Maurice Hasson an der Royal Academy of Music in Lon­don und Daniel Podlovsky an der Musikhochschule Bukarest unterwiesen. Er nahm an Meisterklassen von Menahem Pressler, Sigmund Nissel und Ivry Gitlis teil und ge­wann Preise bei internationalen Violinwettbewerben in Bukarest, Mailand, Weimar and Wellington (Neuseeland).

Remus Azoitei spielte in Konzerthäusern wie Alice Tully Hall im Lincoln Center und CAMI Hall (New York), St-Martin-in-the-Fields und Wigmore Hall (London), und war u.a. Gast bei Festivals in Yokosuka, Cambridge, London, Heidelberg, Paris, Santander, Mün­chen und Bukarest. Er nahm für Hänssler Classic, Radio Bremen und Electrecord auf, seine Aufnahmen wurden bei BBC Radio 3, BBC Radio 4, Kulturkanal Rumänien, Ra­dio Kishinev und Concert FM in Neuseeland gesendet. Remus arbeitete mit nam­haf­ten Künstlern wie David Geringas, Nigel Kennedy, Lawrence Foster, Gerard Caussé und Adrian Brendel zusammen. Seine Aufführung des Doppelkonzerts von Bach an der Seite von Nigel Kennedy beim Enescu-Festival 2005 in Bukarest wurde auf 19 Sendern in Europa und Nordamerika übertragen, darunter Arte und Mezzo. 2005 erhielt er für sei­ne außerordentlichen künstlerischen Verdienste den Kulturpreis des Rumänischen Präsidenten.

Neben seiner regen Konzerttätigkeit widmet sich Remus auch dem Unterrichten. 2001 wurde er zum jüngsten Violinprofessor in der Geschichte der Royal Academy of Music London berufen. Er ist künstlerischer Leiter und Gründungsmitglied der Enescu-Gesell­schaft in London.

Remus Azoitei lebt in London und spielt ein mit 1735 datiertes Instrument von Niccolo Gagliano aus der Sammlung der Royal Academy of Music.

Eduard StanKlavier

Eduard Stan, „Pianist mit eminentem Klangfarbensinn“ (F.A.Z., Ellen Kohlhaas), wurde 1967 im multikulturellen Kronstadt / Rumänien geboren und lebt seit 1978 in Deutsch­land. Als Künstler „mit ungemein flexibler Anschlagskultur, perfekter Technik und gros­em Einfühlungsvermögen in Musik“ (Weserkurier, Ilse Walther) konzertiert er in den mei­sten Ländern Europas und den U.S.A. Er trat an so renommierten Stätten wie Wig­more Hall London, Philharmonie Berlin, Flagey Brüssel, Philharmonie Luxemburg, Mu­sik­halle Hamburg, Athenäum Bukarest und Salt Lake City Temple Square auf und war bei internationalen Festivals wie Massenet und Lille Pianos Festival (Frankreich), Enes­cu (Rumänien) Festival Mitte Europa (Tschechien), Bourglinster (Luxemburg) oder Braun­schweig Classix (Deutschland) zu hören. Als Solist gastierte er bei verschiedenen Or­che­stern unter Dirigenten wie Lutz Köhler, Shinya Ozaki, Ovidiu Balan, Werner Seitzer, Thomas Dorsch, u.a. Sein Wigmore Hall Debüt im Herbst 2008 wurde als „Kla­vier­kunst von allerhöchster Beherrschung“ gewürdigt (Classicalsource, Richard White­house).

Eduard Stans Talent wurde von Karl-Heinz Kämmerling entdeckt und gefördert. Den künstl­erischen Feinschliff erhielt er bei Arie Vardi, seinem wichtigsten Mentor, der ihn bis zum Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover betreute. Weit­ere künstlerische Anregungen verdankt er Persönlichkeiten wie Herbert Blomstedt, Matthias Goerne, Paul Badura-Skoda, Karl Engel, Boris Berman und Martin Dörrie.

Als vielseitiger Musiker ist Eduard Stan ein geschätzter Kammermusikpartner, dem Roderic Dunnett im Fachmagazin The Strad „ein feines Gefühl des Sich-Zurück­neh­mens und ein instinktives Gespür für Klangbalance“ bescheinigt. So konzertiert er im fe­sten Duo mit seinem Londoner Geigenpartner Remus Azoitei, wie auch mit den Celli­sten Romain Garioud und Guy Johnston, der Bratschistin Aida-Carmen Soanea, oder im Quintett mit den Streichquartetten Voces, Ad Libitum und Con Tempo. Seine Affinität für Liedbegleitung führte zur Zusammenarbeit mit verschiedenen namhaften Lied­sän­gern wie z.B. Rodion Pogossov, Peter Schöne, Britta Stallmeister, Jan Buchwald oder Johannes Gaubitz.

Für Hänssler Classic hat Eduard Stan Solo-CDs mit Musik von Bach, Schubert, Chopin, Liszt, Fauré, Ravel und Debussy eingespielt, die hervorragende Kritiken erhielten. Der große Erfolg seiner Solo-CD „Wasserspiele“ führte zu zahlreichen Engagements im In- und Ausland mit einem Solo-Recital, das gänzlich dem Thema „Wasser“ gewidmet ist.

Eduard Stan lehrte 2000-2007 an der Musikhochschule Lübeck. Als Initiator und künstl­erischer Leiter des Enescu-Festivals Heidelberg / Mannheim wurde ihm 2005 die Enes­cu-Medaille des Rumänischen Kulturinstituts verliehen. 2009 spielte er auf Wie­der­ein­la­dung in London und debütierte beim Internationalen Enescu-Festival in Rumänien. Zum 200. Todesjahr des Komponisten Frédéric Chopin spielte er 2010 für Thorofon eine Chopin-Solo-CD ein.

 

Samstag, 10.11.2012, 20:00 Uhr, Friedenskirche, Neugasse 28, Grünstadt

 
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