Remus Azoitei, Violine, und Eduard Stan, Klavier

Grünstadter Sternstunden 2011 – 2. Konzert –

Das langjährig bestehende Duo, Remus Azoitei, Geiger, und Eduard Stan, Pianist, reist zur Zeit mit großem Erfolg um die Welt. Ihre besondere Spezialität sind Werke des „rumänischen Mozart“, George Enescu, dem sie zu angemessener Würdigung verhelfen möchten.

 

Der Kulturverein Grünstadt schätzt sich glücklich, die beiden renommierten Künstler für ein Duo-Recital gewonnen zu haben. 2011-19-02-azoitei stan duo official 2-klein

Das geplante Programm für Grünstadt ist:

Johannes Brahms - Violinsonate A-Dur op. 100 (1886)

Franz Schubert - Fantasie C-Dur op. posth. - D 934 (1827)

Gabriel Fauré- Romance B-Dur op. 28 (1877) - Andante B-Dur op. 75 (1917)

George Enescu - Violinsonate No.3 a-Moll, op 25 (1926)

In Ersteinspielung durch Remus Azoitei und Eduard Stan erschien 2007 bei Hänssler Classic das Gesamtwerk von George Enescu für Violine und Klavier auf 2 CDs. Das Projekt wurde ein großer internationaler Erfolg: das amerikanische Fanfare-Magazine bescheinigt eine „glühende Wiedergabe, in der sich positive Energie in authentischer musikalischer Partnerschaft Bahn bricht“ und schlägt es zur Aufnahme in die „Classical Hall of Fame“ vor und The Strad befindet dass „Azoitei alle Voraussetzungen erfüllt: ausgeprägte Sensibilität, eine Süßigkeit des Tones (der nicht übersaftig ist) und eine beeindruckende emotionale wie dynamische Bandbreite“.

 

Remus Azoitei - Violine

Der aus Rumänien stammende Geiger Remus Azoitei, „ein Virtuose par excellence, mit beseeltem Spiel und begnadeter Technik ausgestattet“ (The Strad), absolvierte 2001 seinen Abschluss an der Juilliard School in New York und personifiziert eine gelungene Mischung östlicher und westlicher Violintradition. Die Februarausgabe 2009 der Zeitschrift „Gramophone“ preist den „so packend wie kultivierten Musizierstil von Remus Azoitei, ...einem unverwechselbaren Musiker, der in ganz besonderer Weise Temperament, Meisterschaft des musikalischen Idioms und Eleganz der Ausführung kombiniert.“

Remus Azoitei spielte in Konzerthäusern wie Alice Tully Hall im Lincoln Center und CAMI Hall (New York), St-Martin-in-the-Fields und Wigmore Hall (London), und war u.a. Gast bei Festivals in Yokosuka, Cambridge, London, Heidelberg, Paris, Santander, München und Bukarest. Er nahm für Hänssler Classic, Radio Bremen und Electrecord auf, seine Aufnahmen wurden bei BBC Radio 3, BBC Radio 4, Kulturkanal Rumänien, Radio Kishinev und Concert FM in Neuseeland gesendet. Remus arbeitete mit namhaften Künstlern wie David Geringas, Nigel Kennedy, Lawrence Foster, Gerard Caussé und Adrian Brendel zusammen. Nach seinem Wigmore Hall Debüt sprach der Sunday Express von einem „feinen Musiker, der vor ausverkauftem Saal ein denkwürdiges Programm interpretierte und die Menge jubeln ließ.“ Seine Aufführung des Doppelkonzerts von Bach an der Seite von Nigel Kennedy beim Enescu-Festival 2005 in Bukarest wurde auf 19 Sendern in Europa und Nordamerika übertragen, darunter Arte und Mezzo. 2005 erhielt er für seine außerordentlichen künstlerischen Verdienste den Kulturpreis des Rumänischen Präsidenten.

Zu Remus Azoiteis Lehrern zählen Itzhak Perlman, Dorothy DeLay und Masao Kawasaki an der Juilliard School in New York, wo er als Vollstipendiat sein Masters Degree absolvierte. Ebenso wurde er von Maurice Hasson an der Royal Academy of Music in London und Daniel Podlovsky an der Musikhochschule Bukarest unterwiesen. Er nahm an Meisterklassen von Menahem Pressler, Sigmund Nissel und Ivry Gitlis teil und gewann Preise bei internationalen Violinwettbewerben in Bukarest, Mailand, Weimar and Wellington (Neuseeland).

Neben seiner regen Konzerttätigkeit widmet sich Remus auch dem Unterrichten. 2001 wurde er zum jüngsten Violinprofessor in der Geschichte der Royal Academy of Music London berufen. Er ist künstlerischer Leiter und Gründungsmitglied der Enescu-Gesellschaft in London.

2009 wird Remus Azoitei u.a. als Solist des Orchestre Philharmonique de Radio France unter Dmitri Kitaenko im Rahmen des Enescu-Festivals gastieren, ebenso als Solist des Orchestre National de Belgique in Brüssel und des Deutschen Kammerorchesters in Berlin. Mit dem Pianisten Eduard Stan wird er in Europa und New York (Carnegie Hall WRH) eine 15 Recitals umfassende Konzerttournee spielen. Das Projekt vereint Werke von Brahms und Enescu und steht unter der Aegide des Rumänischen Kulturinstituts. Remus Azoitei lebt in London und spielt ein mit 1735 datiertes Instrument von Niccolo Gagliano aus der Sammlung der Royal Academy of Music.

 

Eduard Stan – Klavier

„Ein sehr intelligenter und sensibler Musiker. Ein Mann fürs Musizieren.“

(Maestro Herbert Blomstedt, ehemaliger Gewandhauskapellmeister zu Leipzig)

„Denkwürdig geschmeidig präsentiert sich der Pianist Eduard Stan sowohl hinsichtlich des Anschlags wie auch des Rhythmus - beides bedeutende Attribute.“

(GRAMOPHONE, Februar 2009, Rob Cowen)

Eduard Stan, „Pianist mit eminentem Klangfarbensinn“ (F.A.Z., Ellen Kohlhaas), wurde 1967 im multikulturellen Kronstadt / Rumänien geboren und lebt seit 1978 in Deutschland. Als Künstler „mit ungemein flexibler Anschlagskultur, perfekter Technik und großem Einfühlungsvermögen in Musik“ (Weserkurier, Ilse Walther) konzertiert er in den meisten Ländern Europas und den U.S.A. Er trat an so renommierten Stätten wie Wigmore Hall London, Philharmonie Berlin, Flagey Brüssel, Philharmonie Luxemburg, Musikhalle Hamburg, Athenäum Bukarest und Salt Lake City Temple Square auf und war bei internationalen Festivals wie Massenet und Lille Pianos Festival (Frankreich), Enescu (Rumänien) Festival Mitte Europa (Tschechien), Bourglinster (Luxemburg) oder Braunschweig Classix (Deutschland) zu hören. Als Solist gastierte er bei verschiedenen Orchestern in Deutschland, Österreich, Italien und Rumänien, unter Dirigenten wie Lutz Köhler, Shinya Ozaki, Ovidiu Balan, Werner Seitzer, Thomas Dorsch, u.a. Sein Wigmore Hall Debüt im Herbst 2008 wurde als „Klavierkunst von allerhöchster Beherrschung“ gewürdigt (Classicalsource, Richard Whitehouse).

Eduard Stans Talent wurde von Karl-Heinz Kämmerling entdeckt und gefördert. Den künstlerischen Feinschliff erhielt er bei Arie Vardi, seinem wichtigsten Mentor, der ihn bis zum Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover betreute. Weitere künstlerische Anregungen verdankt er Persönlichkeiten wie Herbert Blomstedt, Matthias Goerne, Paul Badura-Skoda, Karl Engel, Boris Berman und Martin Dörrie.

Als vielseitiger Musiker ist Eduard Stan ein geschätzter Kammermusikpartner, dem Roderic Dunnett im Fachmagazin The Strad „ein feines Gefühl des Sich-Zurücknehmens und ein instinktives Gespür für Klangbalance“ bescheinigt. So konzertiert er seit über 10 Jahren in einem festen Duo mit seinem Londoner Geigenpartner Remus Azoitei, wie auch mit den Cellisten Romain Garioud und Guy Johnston, der Bratschistin Aida-Carmen Soanea, oder im Quintett mit den Streichquartetten Voces, Ad Libitum und Con Tempo. Seine Affinität für Liedbegleitung führte zur Zusammenarbeit mit verschiedenen namhaften Liedsängern wie z.B. Rodion Pogossov, Peter Schöne, Britta Stallmeister, Jan Buchwald oder Johannes Gaubitz.

Für Hänssler Classic hat Eduard Stan Solo-CDs mit Musik von Bach, Schubert, Chopin, Liszt, Fauré, Ravel und Debussy eingespielt, die hervorragende Kritiken erhielten. Der große Erfolg seiner Solo-CD „Wasserspiele“ führte zu zahlreichen Engagements im In- und Ausland mit einem Solo-Recital, das gänzlich dem Thema „Wasser“ gewidmet ist.

Eduard Stan lehrte 2000-2007 an der Musikhochschule Lübeck. Als Initiator und künstlerischer Leiter des Enescu-Festivals Heidelberg / Mannheim wurde ihm 2005 die Enescu-Medaille des Rumänischen Kulturinstituts verliehen. 2009 spielte er auf Wiedereinladung in London und debütierte beim Internationalen Enescu-Festival in Rumänien. Unter dem Motto „Brahms–Enescu“ findet im Herbst 2009 in Zusammenarbeit mit der Londoner Agentur „Hazard Chase“ ein Tourneeprojekt statt, das in den wichtigsten Musikzentren erklingt: Carnegie Hall (WRH) New York, Konzerthaus Berlin, Salle Cortot Paris, Konzerthaus Wien, Palais des Beaux Arts Brüssel, Concertgebouw Amsterdam, Auditorio Nacional Madrid, Rudolfinum Prag, Konserthuset Stockholm, National Concert Hall Dublin, Laeiszhalle Hamburg, Gasteig München, Königliche Bibliothek Kopenhagen, u.a.

Für 2010 wurde Eduard Stan für vier Konzerte beim Galway Schumann Festival (Irland) verpflichtet. Neben einer Wiedereinladung beim luxemburgischen Festival de Bourglinster stehen u.a. Debüts bei der Enescu-Philharmonie in Bukarest und beim Festival „Piano a Riom“ (Frankreich) an. Zum 200. Todesjahr des Komponisten Frédéric Chopin wird er für Thorofon eine Chopin-Solo-CD einspielen.

 

Samstag, 19. 2. 2011

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Friedenskirche, Neugasse 28, 67269 Grünstadt

 

 

 

 

 
Zurück | Zum Seitenanfang | Seite drucken

© Konzept & Design: AV Media Werbeagentur