Höhepunkte der Klavier-Kammermusik
Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kulturamt der Stadt Grünstadt.
Gleich zwei Spitzenwerke der Romantik und Spätromantik für die Besetzung Klavier plus Streichquartett stehen auf dem Programm des renommierten Mannheimer Streichquartetts zusammen mit der Pianistin Birgitta Lutz.
Das schwungvolle Klavierquintett in Es-Dur, op. 44, von R. Schumann und das mit böhmischer Folklore angereicherte Klavierquintett in A-Dur, op. 81, von A. Dvorak. Eingeleitet wird das Konzert mit einer besonderen Rarität, G. Mahlers einsätzigem Klavierquartett aus dem Jahr 1876. Wir freuen uns, zu diesem besonderen Konzert einladen zu dürfen: Das Mannheimer Streichquartett wurde 1975 in Mannheim gegründet und erhielt seinen Namen durch den Gründungsort sowie in Anlehnung an die „Mannheimer Schule“, die maßgeblich an der Entstehung der Gattung „Streichquartett“ beteiligt war und durch die W. A. Mozart beeindruckt war und sehr beeinflusst wurde. Nach Lehrjahren, während denen das MSQ mit vielen Preisen ausgezeichnet wird, etablierte es sich fest in der deutschen und internationalen Musikszene. Einladungen zu den bedeutendsten Festivals in Deutschland wie z. B. das Schleswig-Holstein Festival, die Berliner Festwochen zeigen dies. Das MSQ ist regelmäßig auf Tourneen im europäischen und außereuropäischen Ausland. Einen wichtigen Platz im Arbeitspensum des MSQ nehmen Rundfunkaufnahmen und Einspielungen von CDs ein. Preise dafür wie der Echo Klassik Preis und der Deutschen Schallplatten Preis bescheinigen diesen Aufnahmen eine sehr hohe Qualität und einen besonderen Rang. Das MSQ hat seinen Sitz heute in Essen. Andreas Krecher (1. Geige) wurde in Celle geboren und begann sein Geigenstudium bei den Professoren H. Krebbers in Amsterdam und R. Kussmaul in Freiburg. Er setzte dann sein Studium an der Musikhochschule bei Professor F. Gulli in Bloomington/USA fort. 1986 war er Preisträger beim internationalen Paganini Wettbewerb in Genua. Nach Stellen als Konzertmeister in Düsseldorf und Essen folgte er einem Ruf an die Musikhochschule Robert Schumann in Düsseldorf, wo er seit 1997 eine Professur hat. Außer dem Mannheimer Streichquartett gehört Andreas Krecher auch dem Consortium Classicum an. Shinkyung Kim (2. Geige) ist in Seoul, Südkorea, geboren und erhielt ihre Ausbildung zunächst in Korea, bevor sie nach Europa kam. Nach dem Gewinn mehrerer Wettbewerbe in Korea und Europa, z. B. den 1. Preis beim internationalen Kammermusikwettbewerb in Aberdeen/Schottland, studierte sie bei Professor I. Ozim in Köln und bei Professor T. Zehetmair in Berlin. Shinkyung Kim tritt als Solistin u. a. mit dem Sinfonieorchester Berlin, den Dortmunder Philharmonikern und mit Orchestern in Korea auf. Sie ist seit 2001 Mitglied des MSQ. Niklas Schwarz (Viola), in Aschaffenburg geboren, besuchte das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen und studierte dann in Würzburg und Bloomington/USA. Nach seinem Studium kehrte er nach Deutschland zurück, spielte mit verschiedenen Orchestern fast das ganze solistische Repertoire seines Instrumentes und unterrichtete von 1988 - 1998 an der Musikhochschule Köln/Wuppertal. Er ist Mitglied der Kammermusikvereinigung Consortium Classicum. Armin Fromm (Cello), in Stuttgart geboren, studierte nach dem Abitur als Stipendiat an der Musikhochschule Köln bei Professor B. Pergamentschikow und wurde dessen Assistent. Er gewann verschiedene Wettbewerbe wie z. B. den Tonger Wettbewerb in Köln und den Prager Frühling. Von 1988 - 1997 hatte Armin Fromm eine eigene Celloklasse an der Musikhochschule in Köln. Als Solist trat er u. a. mit dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, dem Mainzer Kammerorchester, dem Radio Sinfonie Orchester Zagreb und den Essener Philharmoniker auf. Seit 2006 unterrichtet Armin Fromm an der Düsseldorfer Musikhochschule eine Celloklasse. Er ist ebenfalls Mitglied des Consortium Classicum. “Ihr Rhythmus, ihr Zusammenspiel, ihr `typisch deutscher Sinn für die Struktur´ des Werkes, verbindet sich auf das Wunderbarste mit französischer Fantasie und Sensibilität (...). Ich habe so etwas bisher noch nie gehört, außer in meinem Kopf, während des penibelsten Partiturlesens...” schrieb der französische Komponist Jean Francaix in einem Brief an das Mannheimer Streichquartett.
Birgitta Lutz (Klavier) ist in München aufgewachsen. Sie war Preisträgerin mehrerer Jugendwettbewerbe, unter anderem im Bundesklavierwettbewerb. Nach dem Abitur studierte sie in der Klavierklasse von Rosl Schmid an der Staatlichen Hochschule für Musik in München, später bei Oskar Koebel und Friedrich Wührer als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach der künstlerischen Reifeprüfung wurde Birgitta Lutz in die Meisterklasse von Erik Then-Bergh aufgenommen, die sie mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Ein Meisterkurs am Mozarteum in Salzburg und die Zusammenarbeit mit Ludwig Hoffmann ergänzten ihre Ausbildung. Als Preisträgerin des Deutschen Musikrats konzertierte sie in vielen Städten Deutschlands. Konzertreisen führten sie auch in die USA, nach Rußland, Österreich und in die Schweiz. Rundfunk- und Fernsehanstalten (NDR und SWR) luden sie zu Aufnahmen und Interviews ein. Seit vielen Jahren hat Birgitta Lutz ihren Wohnsitz in Kirchheim an der Weinstraße (Pfalz), wo sie als freischaffende Pianistin und Klavierpädagogin wirkt. Neben Klavier- und Kammermusikabenden sowie Konzerten mit Orchester erfreuen sich ihre Gesprächskonzerte besonderer Beliebtheit: Birgitta Lutz interpretiert und kommentiert Werke wie "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgskij. Seit Herbst 2001 ist Birgitta Lutz auch als Komponistin tätig. Es entstanden 18 Vertonungen von Rilke-Gedichten, sowie Werke für Klavier und Kammermusik. Als Klavierpädagogin und Leiterin des Workshops "Freude am Klavierspielen" hat sie sich einen Namen gemacht. Folgende CD-Einspielungen der Künstlerin liegen vor: "Hommage à Liszt" und Klavierwerke von Robert Schumann. Samstag 03.10.2009 Beginn: 19.00 Uhr Weinstraßencenter Grünstadt Luidpoldplatz 67269 Grünstadt |