Samstag, 5. März 2005

Museumstag in Frankfurt

Am Samstag, dem 05. März 05, plant der Kulturverein Grünstadt einen Museumstag in Frankfurt.

Am Vormittag steht ein Besuch der Schirn-Kunsthalle auf dem Programm, wo am 28. Januar die Ausstellung„Die nackte Wahrheit – Klimt, Schiele, Kokoschka und andere Skandale“ eröffnet wurde. Kunst und Skandal im Wien um 1900, einem Ort des künstlerischen Aufbruchs, und doch geprägt von einer konservativen Grundhaltung, Knotenpunkt eines Reiches am Vorabend seines Untergangs. Gezeigt wird die österreichische Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts jenseits der Fin-de-Siècle-Romantik. Die Künstler griffen im Widerstreit mit der Obrigkeit Themen auf, die bisher tabu waren: Schwangerschaft, Sexualität und Macht, Eros, Leid und Tod. Es entstanden Bilder von kompromissloser Modernität und gesellschaftlicher Sprengkraft. Durch die Zusammenarbeit mit dem Wiener Leopold Museum sind die Schlüsselwerke der Epoche nach Frankfurt gekommen.

„Der Zauber des Alltäglichen – Holländische Malerei von Adrian Brouwer bis Johannes Vermeer“ ist das Thema der zweiten Ausstellung, die am Nachmittag im Städel-Museum besucht wird. Aber auch hier handelt es sich um eine Zeit des Umbruchs. Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts führten zu einer zunehmenden Verweltlichung des Kunstgeschmacks. Die lebensfrohen Schilderungen von Gesellschaftsszenen und Interieurs spiegeln nicht nur das holländische Alltagsleben wider, sondern führen mitunter auch die moralische Doppelbödigkeit der bürgerlichen Welt vor Augen. 76 Bilder von 22 Künstlern geben Einblick in die glanzvolle Epoche des „Goldenen Zeitalters“. Vier Hauptwerke von Johannes Vermeer bilden den Höhepunkt der Ausstellung, die das Städel nach Rotterdam als einzige Station in Deutschland präsentiert.

 
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